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Eine Abordnung der Fraktionen und der Verwaltung aus Lohmar machte sich im August 1977 auf den Weg ins Kultusministerium nach Düsseldorf und konnte die Beamten davon überzeugen, dass in der Gemeinde Lohmar zum Schuljahr 1978/79 eine eigene Realschule, und zwar im Donrather Dreieck, eingerichtet werden müsse. Es war die Zeit, in der in zahlreichen kleineren Orten unseres Landes überall Realschulen und Gymnasien entstanden, um eine flächendeckende Versorgung mit weiterführenden Schulen zu gewährleisten.

Baubeginn - Baugrube

Bereits am 6. Oktober 1977 bewilligte das Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die Einrichtung und den Bau einer zunächst zweizügigen Realschule im Donrather Dreieck. Die Genehmigung war an die Bedingung geknüpft, die beiden bestehenden Gemeinschafts-Hauptschulen in Lohmar und Wahlscheid zu einer größeren Einheit zusammenzulegen, sobald die Raumsituation dies zuließe (ab 1980).

Nun wurde mit Nachdruck an der Verwirklichung des Projektes gearbeitet. Die erforderlichen Grundstücke gingen in den Besitz der Gemeinde über. Im Haushalt 1977 hatte man die Mittel für den Bau der neuen Schule auf 10 Millionen DM aufgestockt. Der Schulausschuss der Gemeinde Lohmar konnte am 8. Dezember 1977 folgende Beschlussfassung verabschieden, der in der Ratssitzung am 15. Dezember 1977 zugestimmt wurde: „Der Rat beschließt, die vom Kultusminister des Landes NRW mit Erlass vom 6. Oktober 1977 genehmigte zweizügige Realschule in der Gemeinde Lohmar zum Schuljahresbeginn 1978/79 zu errichten und zu betreiben. Die Verwaltung wird beauftragt, die organisatorischen Voraussetzungen unverzüglich abzuklären bzw. zu schaffen.“

Aus einem Architektenwettbewerb für den Bau einer zweizügigen Realschule ging das Architekturbüro Heier, Monse und Partner als Sieger hervor. Der Gemeinderat beauftragte den Preisträger in seiner Sitzung am 26. Januar 1978 mit der Planung des Schulgebäudes. Bereits im Juni 1978 konnten die Bauarbeiten aufgenommen werden.

Nachdem die materiellen Voraussetzungen auf den Weg gebracht worden waren, musste man sich um das Personal bemühen, damit der Schulbetrieb zu Beginn des Schuljahres 1978/79 anlaufen konnte. Bereits im Februar 1978 nahm Anita Imbusch als Schulsekretärin ihren Dienst auf, den sie erst nach 20 Jahren im Frühjahr 1998 beendete.

Der Gemeinderat entschloss sich am 6. April 1978, dem Regierungspräsidenten Dieter Lohmann als Rektor und ernd Reul als Konrektor, beide von der Realschule Overath kommend, vorzuschlagen. Der Vorschlag wurde akzeptiert und die neue Schulleitung nahm am 1. August 1978 zusammen mit neun Lehrkräften ihren Dienst an der Realschule Lohmar auf. Die Lehrerinnen und Lehrer der ersten Stunde waren: Christine Düren, Monika Funke, Brigitte Gläser, Werner Hußmann, Silke Kühne, Almut Molls, Günther Schultz, Maria Vogel und Hans Warning.

Baubeginn - Baugrube Monika Funke und Werner Hußmann gehören auch heute noch dem Kollegium an.

Sie hatten acht Klassen mit 234 Kindern zu betreuen, vier 5. Schuljahre und je zwei 6. und 7. Klassen. Die 6. und 7. Schuljahre waren bisher von der Realschule Siegburg nach Lohmar ausgelagert gewesen. Die vier Eingangsklassen fanden Unterkommen in vier Räumen der Grundschule, während die 6. und 7. Klassen in der Hauptschule Gastrecht genossen, die auch die erforderlichen Fachräume zur Verfügung stellte.



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